Nachhaltige Mode – ein schwieriges Thema

Sich ansehnlich zu kleiden ist das Bedürfnis vieler Menschen auf der Welt. Mit toller Kleidung fühlen wir uns wohl, schützen die Haut vor der Sonne und tragen dazu bei, dass wir Teil der Gesellschaft sind. Doch vor allem in den letzten Jahrzehnten ist uns klargeworden, dass Mode ein mit Problemen behaftetes Thema ist.

Vor allem preiswerte Kleidung wird unter schwierigen Bedingungen in der dritten Welt von günstigen Arbeitskräften produziert, die Ressourcen sind oft nicht nachhaltig und die Transportwege sind lang. Bereits zahlreiche Unternehmen und Organisationen haben versucht dies zu ändern. Ansätze mit nachhaltigen Materialien aus der Region sind jedoch meist gescheitert, da die Preise für den breiten Markt viel zu hoch waren.

Nun gibt es ein neues Konzept, welches zwar nicht alle Probleme beseitigen wird, jedoch zu einer Besserung der Situation beiträgt.

Gebrauchte Kleidung aufwerten und wieder in Umlauf bringen

Die Welt der Mode ist schnelllebig und sehr individuell. Was dem einen gefällt, steht der anderen nicht. Hinzu kommt, dass man sich regelmäßig an Kleidung sattgesehen hat und sie im Anschluss vollkommen intakt im Kleiderschrank verstaubt. Hier werden wertvolle Ressourcen gebunden, die dem Kreislauf entzogen sind.

Im österreichischen Andelsbuch findet nun ein Event statt, das genau das ändern möchte. Hier werden Interessenten eingeladen ihre alte Kleidung vorbei zu bringen. Diese wird an das Unternehmen Vinokilo verkauft, gewaschen, auf Mängel überprüft und gegebenenfalls repariert und katalogisiert. Auf der Website des Unternehmens kann man im Anschluss die gebauchte Kleidung preiswert erstehen.

Mit diesem Vorgehen hat man mehrere Vorteile vereint:

  • Alte Kleidung muss nicht weggeworfen werden
  • Second Hand Shopper finden alle Größen und Farben bequem online
  • Die Kleidung ist stets sauber, frisch und ohne Mängel
  • Man kann teure Markenkleidung preiswert kaufen
  • Alte Moden werden wieder verfügbar

Blätterwalds Gedanken zu dem Konzept

Nachhaltige Kleidung ist Second Hand

Wir begrüßen es sehr, dass den Kleidungsstücken ein zweites Leben geschenkt wird. Das wirkt der Wegwerfgesellschaft entgegen und trägt dazu bei, dass weniger neue Kleidung produziert werden muss. Darüber hinaus werden Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen und die Transportwege sind aufgrund der lokalen Events kurz.

Vinokilo leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Welt besser zu machen. Die Modeindustrie grundlegend verändern wird das Unternehmen jedoch nicht. Zwar denken bereits viele Konsumenten um, jedoch kann nicht jeder gebrauchte Kleidungsstücke kaufen.

Es bleibt weiterhin spannend, welche klugen Köpfe hier an Problemlösungen arbeiten.