Betonzaun im Garten – nachhaltig oder nicht?

Vor allem in den warmen Monaten des Jahres verbringt man viel Zeit im Garten. Hier kann man sich entspannen und wohl fühlen. Nicht nur in Großstädten ist er zum Luxusgut geworden, denn auch auf dem Land macht sich die angespannte Wohnraumsituation bemerkbar.

Unsere Gärten sind ein wahres Paradies und tragen dazu bei, dass die Welt ein besserer Ort wird. Sie bekämpfen effektiv die globale Erwärmung, bieten Insekten und Tieren Nahrung und Zuflucht und verbessern die Atemluft. Wir persönlich profitieren enorm durch die mit dem Garten verbundene Entspannung.

Hier haben wir die Zügel in der Hand und können darüber entscheiden, wie der Garten aussieht, welche Materialien wir verwenden und welche Pflanzen hier wachsen. Dabei sollten wir vor allem darauf achten, dass nachhaltige Baustoffe genutzt werden. Unsere Entscheidungsweite geht dabei oft weiter, als wir im ersten Augenblick vermuten.

Der Gartenzaun wird oft vergessen

Ein Betonzaun im Garten ist nicht grün, kann aber trotzdem die grünste Möglichkeit sein

Zum Garten gehören nicht die die Pflanzen die in ihm wachsen, sondern auch die Gartenabgrenzung. Auch hier sollten wir nicht nur auf die Optik und den Schutz vor Einbrechern achten, sondern auch auf die Nachhaltigkeit und die Ökologie.

Ein guter Betonzaun ist für viele Menschen die erste Wahl. Das liegt vor allem daran, dass er preiswert, sicher und robust ist. Doch ist er auch für die Umwelt eine gute Wahl? In den meisten Fällen ja.

Konkret kommt es bei der Beurteilung darauf an, woher die verwendeten Materialien stammen, wie weit sie transportiert wurden und unter welchen Umständen der Betonzaun errichtet wird.

Meist schlägt seine ökologische Bilanz die eines Holzzaunes jedoch deutlich. Das liegt vor allem daran, dass Holz zwar ein nachwachsender Rohstoff ist, aber häufig nicht nachhaltig gehandhabt wird. Er wird über große Distanzen transportiert, bearbeitet und es werden keine Bäume nachgepflanzt. Hinzu kommt, dass die meisten Holzzäune regelmäßig erneuert werden müssen und das Holz dann verbrannt, oder anderweitig entsorgt wird.

Die beste Lösung: Eine Hecke

Der Garten ist Ruhepol und Natur zugleich

Wer ausgesprochen vorbildlich sein möchte, entscheidet sich für eine Hecke als Gartenzaun. Sie ist ein lebendiger Organismus, bietet Tieren Schutz und ist Teil und Abgrenzung des Gartens zugleich.

Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass eine bereits blickdichte und hohe Decke sehr teuer ist. Wer selbst eine Hecke pflanzen und wachsen lassen möchte, muss Geduld und einen grünen Daumen mitbringen. Je nach Heckenart kann es mehrere Jahre dauern, bis sie die gewünschten Eigenschaften mitbringt. Zudem ist sie pflegeintensiv. Sie verliert Blätter, muss regelmäßig gestutzt werden und kann von Schädlingen befallen werden.

Wer zu einem Betonzaun greift, kennt all diese Komplikationen nicht und entscheidet sich für einen Gartenzaun, der den Lauf der Zeit überstehen wird.